Welche Fehler sollten bei Videos vermieden werden

Blogartikel

header-picture

Videos sind ein mächtiges und fast unabdingbares Werkzeug in der heutigen digitalen Kommunikation. Doch ein Video ist eben auch nur ein Werkzeug und wer nicht weiß wie man damit umgehen soll, kann einen größeren Schaden als Nutzen anrichten. Welche Faux-Pas sollten also bei Videos unbedingt vermieden werden?

1) Fehler: Kein Mehrwert für die Zuschauer

Die Zeiten des vorgefertigten Fernsehprogramms und der aufdringlichen Werbung sind vorbei. Natürlich es gibt sie noch, aber die Beliebtheit gerade der Bevölkerung unter 60 sinkt drastisch. Diese stellen sich ihr Programm heute selbst zusammen. Sie suchen online nach den spannendsten Inhalten: nach Serien, Filmen, Youtube Videos oder Clips auf Facebook, Instagram & Co. Zuschauer schauen durchschnittlich jeden Tag an die 1,5 Stunden Online-Videocontent. Diese Zielgruppe ist nicht einfach zu bedienen, denn sie sind wählerisch und haben eine schier unbegrenzte Auswahl in der Zusammenstellung. Und: sie sind konfrontiert mit schlecht gemachten, uninteressanten Videos. Sie sind auf der Suche nach spannenden Inhalten. Genau diese Inhalte sollte man seiner Zielgruppe liefern und sie dabei nicht langweilen. Andernfalls schmeißt man sein Geld für eine Videoproduktion vielleicht zum Fenster hinaus. So haben 82% an Online Usern bereits einen Browser geschlossen, weil sie von Autoplay Online Werbung genervt waren (HubSpot). 56% von Zuschauern überspringen Online Video Werbung (Marketing Land) und 81% von Konsumenten stellen diese stumm. Wer diese Zuschauer also begeistern will, muss ihnen einen Mehrwert an Information, Erkenntnis oder Unterhaltung bieten.


2) Fehler: Zu lange Videos

Der Einstieg eines Videos muss spannend sein und innerhalb der ersten paar Sätze muss vollkommen klar werden, um was es geht. Denn 33% der Zuschauer schalten ein Video bereits nach 30 Sekunden ab. Bei einer Minute haben bereits 45% abgeschaltet und nach zwei Minuten haben sich dann 60% ausgeklinkt (Ad Age). Wistias Studie zeigt, dass gerade bei der 2 Minuten Grenze ein starker Abfall der Aufmerksamkeit stattfindet. Bei längeren Videos steigt die Aufmerksamkeit nach einiger Zeit wieder. Generell eignen sich im Social Media Bereich Serien an kürzeren Videos meist besser als ein sehr langes Video. Die Länge hängt natürlich auch maßgeblich davon ab, auf welchen Online-Plattformen das Video läuft:

Videolänge*optimale länge von Videos

 

3) Fehler: Auswendig gelernte Skripte

Videos bieten den Vorteil, dass sie authentische und reale Einblicke in Bereiche geben können, die man sonst nicht mit eigenen Augen sieht. Man kann durch sie Menschen sehr nahe kennen lernen, die man im echten Leben nie gesehen hat und in Länder, an Orte und in Themengebiete reisen, die einem selbst ganz fremd sind. Doch gerade diese sehr reale Komponente bietet auch ihre Fallstricke. Wenn man nicht gerade die schauspielerischen Fähigkeiten von Meryl Streep hat, erkennen Zuschauer sofort, wenn etwas gestellt ist und verlieren so sehr schnell das Vertrauen an den Wahrheitsgehalt einer Aussage. So scheitern viele Videos daran, dass Protagonisten versuchen auswendig gelernte Aussagen abzulesen. Dabei begeistern sich Zuschauer gerade für das authentische, das nicht perfekte, das persönliche. Wir sehen sofort an Körpersprache, Tonlage und Sprechweise, ob hier jemand seine authentische Meinung vertritt, oder einfach nur auswendig gelernte Zeilen mechanisch vorträgt.



4) Fehler: Schlechter Sound und keine Untertitel

Doch nicht nur für die Gestik und Mimik entwickelt man Sympathie oder Antipathie - auch für den Ton! So gaben 75% von Konsumenten an, dass sie ein Produkt nicht kauften, weil sie die Voiceover Stimme genervt hat und 83% gaben an, dass sie eine informelle und gesprächige Stimmung bevorzugen (Wyzowl). Aber nicht nur die richtige Sprecherstimme ist entscheidend. Sound ist generell eine heikle Frage. Denn gerade auf Social Media müssen Videos auch ohne Ton funktionieren. Laut einer aktuellen Studie von Digiday schauen 85% der Zuschauer Facebook Videos ohne Ton an und auf Instgram sieht es sehr ähnlich aus. So müssen gerade Social Media Videos einwandfrei ohne Ton funktionieren, oder sie brauchen Untertitel - daran sind Zuschauer mittlerweile gewöhnt.



Fazit

Egal welches Thema: Videos sind ein effektives Werkzeug die Welt da draußen zu erreichen. Doch die Interessen und Vorlieben des Sehens und Hörens der Zuschauer sollten gut bedacht sein, wenn man sie mit den eigenen Themen erreichen möchte.

Topics: Nutzen von Videos, Bewegtbildkommunikation, Videoqualität

JETZT KONTAKTIEREN

Recent Posts

4 Dinge die man beim Drohnenflug wissen muss

read more

Videonutzung im Change Management

read more

Northwind Interview: Change Management

read more